Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Neue Studie: Studium als Gewinngeschäft [Druckversion]
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Studium als Gewinngeschäft – Mediziner profitieren am meisten
Akademiker zahlen trotz ihres guten Verdienstes über Steuern weniger ans Hochschulsystem zurück, als sie an Ausbildungsleistungen erhalten haben. Das ist das Ergebnis der Studie „Grundlagen eines differenzierten Studienentgeltsystems“, die jetzt von der Friedrich-Naumann-Stiftung veröffentlicht wurde.
Danach ist die Hochschulausbildung eines Mediziners fast 265.000 Euro mehr wert, als im späteren Berufsleben über Steuern an die Uni zurück fließt. Bei Ingenieuren sind es immerhin noch gut 35.000 Euro, bei Sprach- und Kulturwissenschaftlern knapp 45.000 Euro und bei Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern fast 7.000 Euro.
Mediziner profitieren am meisten
Im Durchschnitt profitieren Universitätsstudenten mit 48.000 Euro, Fachhochschüler mit 16.800 Euro. Werden die empfangenen Leistungen und die gezahlten Abgaben verglichen, so erhält man den Nettoeffekt für den durchschnittlichen Akademiker.
Die Studie stellt die Leistungen, die Akademiker in Form der Hochschulbildung erhalten, ihren hochschulbezogenen (Steuer-)Lasten gegenüber und ermittelt auf dieser Grundlage Studienentgelte, die einen Ausgleich schaffen zwischen den empfangenen Leistungen und den getragenen Lasten.
Die zentralen Ergebnisse unterstützen die Forderung nach einem differenzierten Studienentgeltsystem. Die Berechnung der Lebenssteuerlast zeigt, dass Akademiker die Kosten ihrer Hochschulausbildung nicht über ihre Steuerzahlungen zurückerstatten. Im Vergleich zu den Ergebnissen früherer Studien haben sich die absoluten Nettopositionen der Akademiker noch erhöht. Relativ zum Einkommen haben sich jedoch Einbußen für Natur- sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler ergeben.
Die vollständige Studie können Sie hier im Format PDF herunterladen (ca. 1 MB) oder hier bestellen. Ein Audio-Interview mit Dr. Altmiks vom Liberalen Institut, der die Studie betreut hat, finden Sie hier. (mp3, ca. 4,5 MB).
Die Studie hat in der Presse viel Beachtung gefunden.