Die Ukraine und die NATO – eine Frage der Qualität?
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| Kiew, Prospekt Bazhana |
Umstritten, aber kein Wahlkampfthema
Eines der umstrittensten Themen in der ukrainischen Gesellschaft ist der Beitritt der Ukraine zur NATO. Eigentlich geht es zur Zeit noch um die Vorstufe, den Membership Action Plan (MAP), um den sich die Ukraine beworben hat und der ihr aller Voraussicht im Dezember dieses Jahres von der NATO wieder, wie schon beim Gipfel in Bukarest im April, verwehrt wird.
Das NATO-Thema berührt eines der wichtigste Problem der ukrainischen Innen- und Außenpolitik: das Verhältnis zu Russland, vor allem die unterschiedlichen Einstellungen in der Bevölkerung zum ehemaligen „großen Bruder“. Die russische Regierung hat den möglichen NATO-Beitritt des Nachbarn zum „Casus Belli“ erklärt, droht mit Visazwang und verweist auf die Krisenanfälligkeit der ehemals russischen Halbinsel Krim, deren Bevölkerung mehrheitlich zurück ins Mutterland will und auf der im ehemaligen Kriegshafen Sewastopol die russische Schwarzmeerflotte mindestens bis zum Jahre 2017 stationiert ist. Beim wahrscheinlichen kommenden Wahlkampf in der Ukraine wird der Beitritt zum westlichen Verteidigungsbündnis wohl keine große Rolle spielen. Nur der schwächelnde Staatspräsident Juschtschenko fordert ihn noch offen, Ministerpräsidentin Timoschenko hält sich zurück, um russischsprachige Wähler zu gewinnen, und Oppositionsführer Janukowitsch tut so, als sei er immer rigoros dagegen gewesen.
Sachliche Information gegen Vorurteile
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| NATO-Gipfel 2002 in Prag |
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