„Wir tun das, weil wir glauben, dass Freiheit unteilbar ist“
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| Sascha Tamm |
Heute ist die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in über 60 Ländern präsent. Etwa die Hälfte des Etats fließt in die Auslandsarbeit. „Das, was wir da machen, ist letztendlich Friedensförderung“, so Tamm. „Wir tun das, weil wir glauben, dass Freiheit unteilbar ist.“ In einigen Ländern fänden unter dem Dach der Stiftung Dinge statt, die andere Träger gerade nicht machten, erklärte Tamm. In dem Büro in Israel arbeiteten beispielsweise sowohl Mitarbeiter aus Israel als auch aus Palästina. „Das ist nicht immer einfach“, gab Tamm zu. Besonders beeindruckten die Zuhörer in Wiesbaden der Bericht aus dem „letzten so richtig kommunistischen Land“. In Nordkorea führt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit als einzige politische Stiftung Seminare durch. „Wir wurden damals gefragt, ob wir das machen wollen“, erklärte Tamm. „Natürlich können wir dort nicht einfach auf die Straße gehen und unsere Broschüren verteilen. Wir machen da Seminare zu Privatisierung und Transformation zur Marktwirtschaft.“
Ein Beispiel für eine sehr erfolgreiche Beratung sei die Reformpartei in Estland. Diese Partei wurde von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit von der Gründung an begleitet und ist heute Regierungspartei. „Allerdings ist der Erfolg bei der Arbeit mit Parteien oft sehr wechselhaft“, musste Tamm zugeben. In jedem Land gebe es „Kräfte, die gegen die Freiheit arbeiten“. Und so sieht er den Arbeitsauftrag für die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit im Ausland noch lange nicht erfüllt.
“Gründungsmythos“ entzaubern
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