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| Otto Graf Lambsdorff und Rainer Ortleb* |
Das Verbot der LDP-Jugendbeiräte und Hochschulgruppen 1952 war eine wichtige Etappe im Zuge des Gleichschaltungsprozesses, dem die LDP(D) Anfang der 1950er-Jahre unterlag. Umgekehrt kam der Wiedereinsetzung von liberaldemokratischen Jugendbeiräten hohe Bedeutung in der allmählichen Emanzipation der Partei von der SED zu, die – zunächst verdeckt – mit dem Amtsantritt von Michael Gorbartschov begann.
Im Herbst 1988 war es der LDPD-Kreisverband Rostock unter dem späteren Parteivorsitzenden und Bundesminister Rainer Ortleb, der hier den Vorreiter spielte und eine Initialzündung gab. Damit wurde ein wichtiger Pfeiler der SED-Herrschaft, nämlich das Monopol der FDJ für die Jugendarbeit, in Frage gestellt. Der Umschwung in der DDR begann sich abzuzeichnen.
Rainer Ortleb bei Politik für die Freiheit
Schreiben von Rainer Ortleb zwecks Berufung von Mitgliedern in den neu gebildeten Jugendbeirat des LDPD-Kreisvorstandes Rostock vom 26. Oktober 1988 (Quelle: ADL, Bestand LDPD-Kreisverband Rostock, 33863)
Literaturhinweis: Reiner Marcowitz: Liberaler Widerstand am Ende der DDR. In: Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung 17 (2005), S. 177-197.
* Foto: Darchinger Copyright: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Liberale Stichtage 2008 - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus im Jubiläumsjahr der Stiftung in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Alle bisherigen ‚Stichtage’ finden Sie hier.
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