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| Ludwig Erhard |
Favorit der FDP war Ludwig Erhard, der eigentlich als Liberaler galt (s. Liberale Stichtage 2. März u. 20. Juni ). Doch Adenauer war nicht willens, so ohne weiteres seinen Posten aufzugeben, und setzte in den Koalitionsverhandlungen eine Verlängerung seiner Amtszeit um zwei Jahre durch, was dann immer den Liberalen angelastet wurde, obwohl es vornehmlich Christdemokraten waren, die gegen Adenauer „umgefallen“ waren.
Im Oktober 1963 war es dann aber doch so weit: Ludwig Erhard löste an der Spitze eines CDU-Kabinetts Konrad Adenauer als Kanzler ab, der erste „Machtwechsel“ in der Geschichte der junge Bundesrepublik. Allerdings erfüllte Erhard die in ihn gesetzten Erwartungen nicht unbedingt, der überragende Wirtschaftspolitiker erwies sich als eher schwacher Kanzler.
Bereits drei Jahre später trat auch Erhard zurück und machte der ersten Großen Koalition Platz. Die FDP befand sich wieder in Opposition und sann nun auf ganz andere politische Wege.
Karl-Hermann Flach über Ludwig Erhard: Der Liberale und die Macht
Der amerikanische Historiker Alfred C. Mierzejewski feiert den Schöpfer der sozialen Marktwirtschaft: Von Erhard lernen
Artikel „Partnerschaft“ [FDP/ L. Erhard] (Quelle: fdk, Nr. 14/81 vom 17. Oktober 1963)
Liberale Stichtage 2008 - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus im Jubiläumsjahr der Stiftung in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Alle bisherigen ‚Stichtage’ finden Sie hier.
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