![]() |
| Die Wacht. Wochenschrift für die liberale Arbeiter- und Angestelltenbewegung |
Diese entstanden 1868 als liberale Antwort auf Bestrebungen, in Konkurrenz zum Linksliberalismus eine eigenständige Arbeiterbewegung ins Leben zu rufen. Ihren Rückhalt hatten die Gewerkvereine zunächst vor allem unter der „Arbeiterelite“, den Maschinenbauern der großen Berliner Industrieunternehmen wie Borsig. Die Gewerkvereine setzten programmatisch auf einen durch Verhandlung zu erzielenden Ausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
Als dem Freisinn nahe stehende Organisationen versuchten die Gewerkvereine zudem ein auf Freiwilligkeit basierendes System der sozialen Absicherung zu etablieren. Zwar konnten sie nie die Größe und Bedeutung der sozialistischen oder christlichen Gewerkschaften erreichen, aber mit weit über 200.000 Mitgliedern verfügten sie noch der Weimarer Republik über eine beachtliche Organisationsstärke. Zusammen mit den anderen Gewerkschaften wurden sie im Mai 1933 gleichgeschaltet.
Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine beim Deutschen Historischen Museum
Schreiben von Hugo Polke, Vertreter der Anwaltschaft der Deutschen Gewerkvereine, an Friedrich Böttcher vom 22. Februar 1879 (Quelle: ADL, Bestand Friedrich Böttcher, N45-657)
Literaturhinweis:
Hans Fleck: Sozialer Liberalismus und Gewerkschaftsbewegung. In: Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung 14 (2002), S. 259-280
Bild: Die Wacht. Wochenschrift für die liberale Arbeiter- und Angestelltenbewegung, Nr. 13 vom 3.4.1915 (Quelle: ADL, Bestand Hans Reif, N19-12)
Liberale Stichtage 2008 - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus im Jubiläumsjahr der Stiftung in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Alle bisherigen ‚Stichtage’ finden Sie hier.
|





