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25.8. - Liberale Stichtage: Vor 35 Jahren stirbt Karl-Herrmann Flach, erster Generalsekretär der FDP, in Frankfurt am Main

Karl-Hermann Flach
Der plötzliche Tod ihres Generalsekretärs bedeutete für die Liberalen einen schweren Schock, wurden sie doch eines großen Hoffnungsträgers beraubt: Der gebürtige Ostpreuße Flach (1929-1973) hatte sich zunächst bei den Rostocker Liberaldemokraten engagiert und war als Freund von Arno Esch (vgl. Stichtag 6.2.) nach dessen Verhaftung in den Westen geflohen.

Der Journalist organisierte die für die FDP sehr erfolgreichen Wahlkämpfe von 1961 und 1972; zwischenzeitlich war er als Redakteur der „Frankfurter Rundschau“ einer der Wegbereiter für die sozial-liberale Koalition von 1969.

Sein vielbeachtetes Buch „Noch eine Chance für die Liberalen“ von 1971 gilt neben den „Freiburger Thesen“ als programmatische Grundlage für die sozial-liberale Ära der FDP. Auf demselben Parteitag, der im Oktober 1971 das neue liberale Grundsatzprogramm beschloss, wurde Karl-Hermann Flach zum ersten Generalsekretär der FDP gewählt.

Seinen Namen trägt sowohl die liberale hessische Landesstiftung als auch ein von der Friedrich-Naumann-Stiftung lange Zeit verliehener Journalistenpreis.

Mehr zu Karl-Hermann Flach

Dokumente:
Nachruf von Walter Scheel (Quelle: fdk Nr. 147 vom 25. August 1973)
Auszüge aus der Antrittsrede als Generalsekretär von Flach in Freiburg (Quelle: ADL, Bestand Karl-Hermann Flach, N47-162)

Liberale Stichtage 2008 - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus im Jubiläumsjahr der Stiftung in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Alle bisherigen ‚Stichtage’ finden Sie hier.

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