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25.7. - Liberale Stichtage: Gustav Stolper, liberaler Ökonom, MdR und enger Freund von Theodor Heuss, in Wien geboren

Gustav Stolper
Der promovierte Volkswirt Gustav Stolper (1888-1947) war ab 1925 journalistisch in Berlin tätig, nachdem er sich in seiner österreichischen Heimat bereits einen Ruf als Wirtschafts- und Finanzexperte erworben hatte. Er stieß zur Deutschen Demokratischen Partei, deren Wirtschaftsprogramm er formulierte und für die er von 1930 bis 1932 im Reichstag saß.

In dieser Zeit wurden er und seine Familie enge Freunde von Theodor Heuss. Diese Freundschaft setzte sich auch fort, als Stolper 1933 in die USA emigrieren musste, wo er die Regierung deutschlandpolitisch beriet. Nach dem Tod von Gustav Stolper und von Elly Heuss-Knapp wurde Stolpers weiterhin in den USA lebende Witwe Toni zu einer der engsten Vertrauten des Bundespräsidenten; seit Mitte der fünfziger Jahre korrespondierten beide fast wöchentlich.

Deckblatt eines veröffentlichten Redemanuskripts Stolpers
Der Briefwechsel gilt als eine der wichtigsten Quellen für das Denken und Handeln von Theodor Heuss in seinen letzten Lebensjahren. Der renommierte „Verein für Socialpolitik“ vergibt seit 2007 einen nach Gustav Stolper benannten Preis.

Literaturhinweis: Theodor Heuss: Tagebuch-Briefe 1955-1963. Tübingen 1970

Dokument: Briefwechsel zwischen Thomas Dehler und Toni Stolper (Quelle: ADL, Bestand Thomas Dehler, N1-1226)


Liberale Stichtage 2008 - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus im Jubiläumsjahr der Stiftung in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Alle bisherigen ‚Stichtage’ finden Sie hier.

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