Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - 18.6. - Liberale Stichtage: Vor 120 Jahren stirbt der Verleger, Reichstagsabgeordnete und Gewerkschaftsgründer Franz Duncker [Druckversion]




18.6. - Liberale Stichtage: Vor 120 Jahren stirbt der Verleger, Reichstagsabgeordnete und Gewerkschaftsgründer Franz Duncker


Franz Duncker (1822-1888) verkörpert die großartige liberale Tradition der deutschen Hauptstadt: Er verlegte die „Berliner Volks-Zeitung“ und war langjähriger Landtags- und Reichstagsabgeordneter.




Gleich in mehrfacher Hinsicht verkörpert Franz Duncker (1822-1888) die großartige liberale Tradition der deutschen Hauptstadt: Von 1853 bis 1877 verlegte er die „Berliner Volks-Zeitung“, in den 1860er Jahren das auflagenstärkste Blatt in Deutschland; als Mitbegründer der Deutschen Fortschrittspartei und langjähriger Landtags- und Reichstagsabgeordneter – des 5. Berliner Wahlkreises - gehörte er zu den führenden liberalen Parlamentariern der Reichsgründungszeit und war einer der entschiedensten Gegner des Ministerpräsidenten und Reichskanzlers Bismarck.

Daneben war er aber auch sozialpolitisch sehr engagierte und gründete 1868 gemeinsam mit dem Ökonomen Max Hirsch die sog. „Hirsch-Dunckerschen-Gewerkvereine“, die auf englische Vorbilder zurückgehende, dem Linksliberalismus nahe stehende erste Gewerkschaft in Deutschland, in der sich zunächst vor allem die Berliner Maschinenbauarbeiter zusammenschlossen.

Deutsche Fortschrittspartei
Deutsche Fortschrittspartei im Deutschen Historischen Museum
Grabstätte Franz Duncker

Dokument: Beitrag von Dr. Jürgen Frölich (Quelle: liberal 2/1988)

Liberale Stichtage 2008 - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus im Jubiläumsjahr der Stiftung in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Alle bisherigen ‚Stichtage’ finden Sie hier.




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