Als Friedrich Naumann im August 1919 starb, steckte die Weimarer Republik noch in den Kinderschuhen. Er selbst war erst wenige Wochen zuvor zum ersten Vorsitzender der im November 1918 neugegründeten Deutschen Demokratischen Partei gewählt worden.
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| Rolf Berndt, Wolfgang Gerhardt |
Gerhardt erklärte vor seinem Besuch: „Die Stiftung bleibt dem Erbe Friedrich Naumanns verpflichtet. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass wir ihren Namen im vergangenen Jahr um den Zusatz ‚für die Freiheit’ ergänzt haben.“
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Der Besuch erinnert aber auch an die Aufnahme des Vorlesungsbetriebs an der „Staatsbürgerschule“ am 22. Mai 1918, ein halbes Jahr vor Ende des Ersten Weltkriegs. Naumann hatte sich mit der Gründung dieser Einrichtung am Berliner Kronprinzenufer (heute Ludwig-Erhard-Ufer) in der Nähe des Reichstags einen lange gehegten Traum erfüllt. Den ersten Vortrag hielt Wilhelm Heile über „Die Verfassung und Verfassungsreform in Preußen-Deutschland“. Naumann selbst übernahm am 6. Juni den zweiten Vortrag.
Einen großen Aufschwung erlebte die Einrichtung in den Jahren der Weimarer Republik als „Deutsche Hochschule für Politik“. Diese wiederum ging in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der Freien Universität auf.
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| Friedrich Naumanns Grabstätte |
Lars-André Richter
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