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2.3. - Liberale Stichtage: FDP schlägt Erhard vor

Das 4. Kabinett Adenauer 1961. Ludwig Erhard v.l.
Als Anfang März 1948 im Wirtschaftsrat für die britisch-amerikanische Bizone Wahlen anstanden, kam es zu einem Deal zwischen Christdemokraten und Liberalen: Die CDU sollte den Oberdirektor und die FDP den Direktor für Wirtschaft vorschlagen.

Liberalerseits wurde der fränkische Wirtschaftsfachmann Ludwig Erhard (1897-1978) nominiert, der sich dann gegen erheblichen Widerstand auf Unionsseite durchsetzte. Damit wurde jener Mann auf einen einflussreichen Posten berufen, der maßgeblichen Anteil an der Etablierung der sozialen Marktwirtschaft in der späteren Bundesrepublik hatte.

Obwohl Erhard sicherlich von liberalen Prinzipien geprägt war, konnte er sich nie zum Eintritt in die FDP entschließen, sondern kam 1949 auf Ticket der CDU in den Bundestag. Allgemein galt aber die FDP sowohl in seiner Zeit als Wirtschaftsminister (1949-1963) und als auch als Bundeskanzler (1963-1966) als die „eigentliche Partei Erhards“.

Zur Ludwig-Erhard-Stiftung


Liberale Stichtage 2008 - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus im Jubiläumsjahr der Stiftung in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus.

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