Wirtschaftliche Freiheit: Berlin bleibt Schlusslicht
Nur Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen mit Fortschritten, Berlin bleibt Schlusslicht
Das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat die Neuauflage der Studie „Wirtschaftliche Freiheit in den Bundesländern“ vorgelegt. Angelehnt an die internationale Vergleichsstudie „Economic Freedom of the World“ messen die Autoren darin den Grad der wirtschaftlichen Freiheit, der den Bürgern in den einzelnen Ländern gewährt wird. Kriterien sind unter anderem der Umfang der Staatstätigkeit, die jeweilige Steuerlast und die Stärke staatlicher Eingriffe in den Markt.
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| Alle Länder im Vergleich |
Im Vergleich zur Erstauflage der Studie im Vorjahr schnitten nur drei Bundesländer besser ab. Auf einer bis 10 Punkte reichenden Skala verbesserte sich Baden-Württemberg auf 7,3 (vorher 7,1), Hessen auf 6,8 (vorher 6,5) und Niedersachsen auf 6,7 (vorher 6,6). Unverändert blieb der Wert nur in Bremen (5,3), in allen anderen Bundesländern war eine Verschlechterung zu verzeichnen.
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| Vergleichsdaten für Bayern, das Saarland und Berlin |
In der Rangfolge führt Bayern unverändert vor Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Hessen und Bremen verbesserten sich jeweils um einen Rang auf Platz 5 bzw. 12. Niedersachsen (6.) und Mecklenburg-Vorpommern (13.) rutschten jeweils einen Rang ab. Das Schlusslicht bildet weiter Berlin mit einem nochmals drastisch verschlechterten Wert (von 4,8 auf 4,1). Der Mittelwert aller Länder beträgt 6,0 (vorher 6,2), in den alten Ländern mit stabiler, in den neuen Ländern mit negativer Tendenz.
Die Autoren der Studie, Professor Dr. Clemens Fuest, Dominique Kervian, Dipl.-Kfm. Roman Bertenrath (alle Universität Köln) und Patrick Welter (Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) wiesen darauf hin, dass mehr wirtschaftliche Freiheit Hand in Hand geht mit einem höheren Pro-Kopf-Einkommen, mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum und einer niedrigeren Arbeitslosigkeit.
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| Dr. Detmar Doering |
Der Leiter des Liberalen Instituts, Dr. Detmar Doering, rechnet für die nächste Studie mit noch deutlicheren Verschiebungen in der Rangliste: „Dann wirkt die Föderalismusreform, die einige bundeseinheitliche Regelungen abgeschafft hat. Es wird sich zeigen, wie die einzelnen Länder das genutzt haben.“
Zur Vertiefung:Interview mit Dr. Detmar Doering (
Print und
Audio/mp3 )
Die
komplette Studie als PDF Zum Liberalen Institut Presseecho